Knees im Banat
- unsere Heimat und die unserer Eltern und Ahnen
(von Annemarie Ebner)

 
   

[Ortsplan] [Deutsche Kirche] [Deutscher Friedhof] [Deutsche Volksschule] [Leben und Wirtschaft]
[Landwirtschaft] [Handwerk] [Ölförderung]

Bei den Dörfern im Banat handelte es sich in alter Zeit ausnahmslos um Haufendörfer. Nach dem Abzug der Türken (1683-1717) waren die Dörfer und Städte meist verwahrlost und entvölkert. 1710 bestand Knees nur noch aus 10 Häusern. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts siedelten sich wieder einige Rumänen an. Mit der Zuweisung von Land an die Abkömmlinge deutscher Kolonisten aus Billed, die dort keinen Platz mehr fanden, nahm die Bevölkerung von Knees nach 1796 stark zu. Die Architekten der neu gegründeten Gemeinden (wie Billed) planten diese ausschließlich als Straßendörfer mit schachbrettartiger Anlage. Auch dort, wo Deutsche in größerer Anzahl zuzogen, wie in Knees, wurden diese Ansiedlungen nun nach einem Schachbrettmuster angelegt.
Die eigentlichen Herkunftsländer der Kneeser Schwaben sind die gleichen wie die der Banater Schwaben im Allgemeinen.

Knees

Knees ist eines der wenigen Dörfer im Banat mit drei Kirchen. Links sieht man die rum. orthodoxe, rechts daneben die serbisch orthodoxe und rechts außen die röm. katholische Kirche der deutschen Bevölkerung. Im Vordergrund ist die Hutweide zu erkennen.
Heute sind die Gemeinden Baratzhausen und Hodoni mit Knees zusammengefasst. Die drei Gemeinden haben zusammen eine Fläche von 99,88 km² und aktuell 4606 Einwohner. Untenstehende Tabelle zeigt deutlich die Verschiebung des deutschen Bevölkerungsanteils abhängig von äußeren Einflüssen (wie Auswanderung in die USA, Krieg, Geburtenrückgang, Abwanderung in die Bundesrepublik). Heute lebt in Knees nur noch eine handvoll Deutscher, welche in Mischehe leben oder altersbedingt keine Auswanderung mehr im Sinn haben.

Bevölkerungsstatistik für Knees, Baratzhausen und Hodoni zusammen

Jahr Summe Rumänen Deutsche Ungarn Zigeuner Übrige
1880 5678 2977 2352 73 ? 276
1910 5186 2823 1923 112 ? 328
1941 4703 2328 1855 31 ? 489
1977 4771 3568 723 43 328 109
1992 4362 3826 107 45 317 67
2002 4635 4093 80 55 352 55

Um die enorme Verschiebung der Bevölkerungsstruktur aufzuzeigen, werden nachfolgend noch die Zahlen von 2005 ausschließlich für Knees angegeben. Besonders auffällig ist der enorme Anstieg der Zahl von Zigeunern (siehe www.primariaonline.ro)

Jahr Summe Rumänen Deutsche Ungarn Zigeuner Serben
2005 2818 2052 30 10 711 15

Die Deutschen bildeten bis zum 2. Weltkrieg gleich nach den Rumänen die stärkste Bevölkerungsgruppe in Knees und leisteten einen ganz wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Dorfes. Den aktuellen Stand der Gemeinde Satchinez findet man unter "Satchinez".

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Ortsplan von Knees (Skizze)
(Skizze von Klaus Ebner)
 
 
Nachfolgende Skizze zeigt die grundsätzliche Struktur von Knees. Richtige Straßennamen gab und gibt es in Knees offiziell nicht, nur Hausnummern. Verwendet wurden allerdings doch ein paar Strassennamen wie "Hauptgass", "Großgass", "Neigass", "Millgass" und Zigeinergass". Die blau unterlegten Teile zeigen die Ortsteile mit früher weitgehend deutscher Bevölkerung. Die weiß unterlegten Teile im Norden und Nordwesten waren dagegen hauptsächlich von Rumänen und Serben bewohnt. Dies waren bis zum zweiten Weltkrieg neben einigen Zigeunern am Ortsrand die wesentlichen Volksgruppen in Knees.
Die Namen der Hausbesitzer in den einzelnen Straßenvierteln gehen teilweise auf einen Ortsplan von Alex Leeb zurück.

Klickt man im Bild unten auf das gewünschte Viertel dann erhält man die Grundrisse der Häuser dieses Viertels. Klickt man anschließend auf den Grundriss der Kirche, der Grundschule(n), des Pfarrhauses oder der Gemeinde, dann wird ein Bild des jeweiligen Gebäudes eingeblendet.
 
 
Ortsplan

1= Rathaus, 2= Serbische Kirche, 3=Rumänische Kirche, 4=Deutsche Kirche, 5=Deutscher Friedhof, 6=Bahnhof, 7=Serbischer Friedhof, 8=rumänischer Friedhof.

 
 

Achtung: Neuerdings kann man Knees auch sehr gut vom Satelliten aus sehen.

Ansicht und Navigation:
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Römisch-katholische Kirche von Knees
 

Die Kirche ist und war Mittelpunkt einer jeden deutschen Banater Gemeinde. Der Bau der Kirche war ein deutlicher Beweis der Zusammengehörigkeit, der Glaubenstreue und Opferbereitschaft. Die römisch katholische Kirche von Knees wurde zwischen 1822 und 1823 erbaut und am 15. Oktober 1823 zu Ehren der Heiligen Theresia von Avila geweiht. Unsere Ahnen führten in der Anfangszeit der Ansiedlung ein sehr karges und schweres Leben. Nur die religiöse Zuversicht, ein starker Glaube und tiefes Gottvertrauen halfen ihnen im Kampf gegen den Sumpf und bei der Bewältigung von schwerer Krankheit und  großer Not. Und auch später wirkte der Glaube in den Alltag von Alt und Jung hinein und prägte entscheidend die ganze Lebenshaltung der Dorfgemeinschaft.
Die Kirche war im Banat stets Pflegestätte des Glaubens, der Muttersprache und des Volkstums sowie des deutschen Schulwesens.

Nach einem Gewitter brach der Spitzturm der Kirche ab und wurde durch ein verkürztes Spitzdach ersetzt. Verschiedene Einrichtungsgegenstände hat man in Temeswar sichergestellt. In letzter Zeit wurde die Kirche samt Dach saniert und neu gestrichen. Auch die HOG hat sich mit einem Spendenbeitrag an der Sanierung beteiligt. Nach Abschluß der Bauarbeiten weihte Bischof Martin Roos die Kirche im August 2008 ein. Sie wird nun von den wenigen verbliebenen Deutschen und der benachbarten rum. Bevölkerung als Gotteshaus genutzt.

 

Kirche
Kirche 2008
Altar
Röm. kath. Kirche 194x
Röm. kath. Kirche 2008
Altar
                                      
empore
Orgel
Beichtstuhl
Empore
Orgel
Beichtstuhl

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Deutscher Friedhof von Knees
 
 
 

Der erste deutsche Friedhof (der sogenannte "alte Friedhof") lag auf der Westseite des deutschen Ortsteils. Hier wurden ab 1798 die Toten beerdigt. Auch das Haus für den Totenwagen stand hier, bis man es zwischen 1956 und 1960 in den Garten hinter der Kirche verlegte.

Den heute noch existierenden deutschen Friedhof legte man 1856 an. Er befindet sich auf der Ostseite der Gemeinde zwischen dem Ortsrand und der Bahn und neben dem serbischen Friedhof. Zum Friedhof gehört eine Friedhofskapelle, in welcher die Trauerfeiern stattfanden, und ein Kreuzweg. Die Kapelle errichtete man 1911 und die Kreuzwegstationen 1913. Heute sind die meisten Gräber mit Betonplatten versiegelt, da die Angehörigen der Toten fast ausnahmslos ausgewandert oder geflüchtet sind und sich nur bei Besuchen um die Grabpflege kümmern können.

 
friedhofskapelle
Friedhof
kreuz
Friedhofskapelle
Gräberfeld
Kreuz

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Deutsche Volksschule von Knees
 
Schule
Kindergarten und alte Volksschule

Seit wann es in Knees eine deutsche Schule gab, kann man nicht mit Bestimmtheit sagen. Aus Urkunden läßt sich aber ableiten, daß bereits 1802 eine deutsche Schule in unserem Ort existierte, in der auch eine Lehrerwohnung untergebracht war. In diesem Schulhaus hielt man auch Gottesdienste ab.

Da die Einwohnerzahl der Gemeinde stetig stieg, reichte das Schulhaus mit nur einem Klassenraum bald nicht mehr aus. Deshalb beschloß man 1822 im Zuge der Errichtung der Kirche die bestehende Schule als Pfarrhaus zu verwenden und ein geräumigeres Schulhaus zu bauen. Um 1878/79 zeigte es sich, daß auch dieses zu klein wurde und man baute eine neue Schule mit größeren und helleren Klassenzimmern. (Quelle: Familienbuch Knees).

Bis zum Ende des ersten Weltkrieges war die Unterrichtssprache ungarisch. Danach wurde die rumänische Sprache Staats- und gleichzeitig Unterrichtssprache in unserer Heimat. Erst ab 1919/20 durften die deutschen Schüler wieder in ihrer Muttersprache unterrichtet werden. 1926/27 wurde das siebenklassige Schulsystem eingeführt und 1965 von der achtklassigen Allgemeinschule abgelöst. Während des 2. Weltkrieges konnten die Deutschen in Rumänien ihr eigenes Schulsystem aufbauen und an den Volks- und Mittelschulen fand deutschsprachiger Unterricht statt. In den ersten Nachkriegsjahren gab es im Banat keine deutsche Schulen. Alle schulpflichtigen deutschen Kinder mußten deshalb rumänische Schulen besuchen. Erst als 1948 eine neue Schulreform in Kraft trat, konnten alle nationalen Minderheiten Rumäniens den Unterricht in ihrer Sprache führen, wobei das Unterrichtsfach rumänische Sprache in allen Klassen verpflichtend war.    
    
In Knees gab es nach 1948 nur die Klassen 1 - 4  mit deutschsprachigem Unterricht. Bedingt durch die Kriegsjahre und die Rußlandverschleppung war die Geburtenrate deutscher Kinder in den ersten Jahren nach dem Krieg gering. So wurden im Schuljahr 1957/58 nur acht Kinder eingeschult. Ein Lehrer unterrichtete in diesem Schuljahr alle vier Klassen (insgesamt 16 Schüler) in einem Klassenzimmer. Die alte Schule neben der katholischen Kirche, in der nur deutsche Klassen untergebracht waren, reichte trotzdem bald nicht mehr aus und 1959/60 bezog man die neue Schule - siehe Bild unten.

Schule

Hier wurden auch rumänische Klassen unterrichtet. Ab ca. 1960 mußten alle Schülerinnen und Schüler eine Schuluniform tragen. Die Mädchen trugen Pepitakleider mit schwarzen Schürzen (an besonderen Tagen waren es weiße Schürzen) und die Buben trugen blaue Jacken und Hosen und hellblaue Hemden. Ab der 5. Klasse schickten die meisten Eltern ihre Kinder in die Nachbargemeinden Sankt-Andres, Warjasch, Perjamosch, Billed oder nach Temeswar in die Schule, weil es dort auch in den Klassen 5 - 8  deutschsprachigen Unterricht gab.  

Nach dem Abschluß der 8. Klasse hatten die Schüler die Möglichkeit eine Aufnahmeprüfung an einer Berufsschule, einem Fachlyzeum oder einem Lyzeum zu machen. Diese weiterführenden Schulen wurden von den Kneeser Schülern meist in Temeswar besucht. Da gab es auch zwei deutschsprachige Lyzeen - Lyzeum Nr. 10 und Lyzeum Nr. 2 - später das "Nikolaus Lenau" Lyzeum. Die Schulen waren Staatsschulen und die Lehrbücher wurden den Schülern unentgeltlich überlassen. Mit der Abschlußprüfung "Bakkalaureat" am Lyzeum hatte man die Hochschulreife erlangt und konnte nach einer Aufnahmeprüfung an einer Universität studieren. Für das Studium fielen keine Studiengebühren an.

Jedes Jahr im Herbst wurden alle Schüler, Studenten und Lehrkräfte für sechs bis acht Wochen als Helfer bei der Mais-, Kartoffel-, Rübenernte usw. eingesetzt. Der Staat hatte somit billige Arbeitskräfte, denn diese Arbeit wurde nicht bezahlt.  Ab Mitte der 60. Jahre war es den Schülern und Lehrern verboten in die Kirche zu gehen. Deshalb wurden Sonntags vormittags verpflichtende Veranstaltungen angeboten (z.B. Kinobesuch).

Die Lehrer, welche die Klassen 1 - 4 unterrichteten, waren Absolventen eines pädagogischen Lyzeums. An der Allgemeinbildenden Schule (Kl. 5 - 8) unterrichteten Lehrkräfte, die ein dreijähriges pädagogisches Studium abgeschlossen hatten und mit "Professor" angesprochen wurden. Als Professoren bezeichnete man auch Absolventen einer Universität (8 oder 10 Semester Studiendauer), die am Lyzeum (Kl. 9 - 12) unterrichteten, aber auch in den Klassen 5 - 8 eingesetzt werden konnten.

 

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Leben und Wirtschaft in Knees
[Landwirtschaft]
[Handwerk und Gewerbe] [Ölförderung]
 

Die Lebensqualität und die Wirtschaft eines Ortes hängen in hohem Maß mit der Infrastruktur/Erschließung eines Ortes zusammen, dazu gehören die Straßen- und Eisenbahnanbindung ebenso wie die Strom- und Wasserversorgung. Knees hat seit Ende des 19. Jahrhunderts einen eigenen Eisenbahnanschluß mit dem Bahnhof Chinezu. Eine Anbindung an wichtige Hauptverkehrsverbindungen z.B. nach Temeswar gab es zuerst nur über befestigte Schotterstraßen. Schon bei der Gründung des Ortes wurde großer Wert auf breite Straßen gelegt, wie das Beispiel der Hauptgasse zeigt. Diese war eine befestigte Schotterstraße und wurde Ende der 60iger Jahre von einer Asphaltstraße abgelöst. Auch die innerörtlichen Straßen sind sehr breit angelegt, genügen aber den Anforderungen heutiger Pkws kaum, da sie nicht asphaltiert und auch nicht besonders befestigt sind. Gerade bei Regen kann es leicht passieren, daß man das Auto irgendwo stehen lassen und den Weg zu Fuß fortsetzen muß.

 
 
 
Lampe
Seit 1962 verfügt Knees über einen Anschluß an das Stromnetz. Bis dahin gab es ausschließlich Petroleumlampen (siehe Bild rechts) und batteriebetriebene Radios aber natürlich keine Elektromotoren in den Betrieben und keine elektrischen Haushaltsgeräte. Gebügelt wurde z.B. mit gußeisernen Bügeleisen, in die Holzkohle gefüllt wurde.

Die Wasserversorgung war durch hauseigene Brunnen gewährleistet. Dieses Wasser hat man hauptsächlich zum Tränken von Vieh, zum Waschen und  Gießen der Pflanzen verwendet. Trinkwasser wurde von den Tiefbrunnen ("Laafbronne" oder "Artesibronne"), die auf der Straße für jedermann zugänglich waren, geholt. Viele Häuser hatten auch einen "Reenwasserbronne" (Regenwasser wurde in einem in die Erde eingelassen Bassin aufgefangen). Das Regenwasser wurde zum Wäsche waschen  und auch Gießen verwendet, da es viel weicher als das Brunnenwasser war.
 
 

 

Knebel
Sippe Knebel
Früher bestanden die Haushalte meistens aus einer Großfamilie mit drei oder vier Generationen, die eine wirtschaftliche Einheit bildeten. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Alte lebten zusammen und jeder hatte einen festen Platz und eine bestimmte Aufgabe in der Gemeinschaft. Die Jüngeren nutzten die Erfahrung und das Wissen der Älteren und diese wiederum konnten mit der Unterstützung und Hilfe der Jüngeren rechnen.
Genauso stark und fest wie die Bindung in der Großfamilie war auch das Zusammengehörigkeitsgefühl und der Gemeinschaftssinn in der "Freindschaft" (Verwandtschaft) verwurzelt. Man war sich bei der Ernte behilflich und half sich gegenseitig mit landwirtschaftlichen Geräten und Zugtieren aus.
Nachfolgendes Bild zeigt die Sippe Knebel (Großeltern, Eltern, Kinder, Enkel und Urenkel) im Jahre 1897. Es sind die Vorfahren der Familien Kreiss, Fuchs, Bentz (Pentz), Weiss, Gängler, Klein, Schummer, Glassen, Machata (siehe auch Bildergalerie).
 
 



Die Landwirtschaft

[Bauernhaus] [Fläche] [Genossenschaften] [Anbau-Tierhaltung] [Huttwed] [Hanfanbau] [Maisanbau] [Weingärten] [Spinnen] [Seifenherstellung] [Kollektivwirtschaft]

 

 
 

Das Bauernhaus in Knees / Banat

In der Zeit der Ansiedlung wurde den Siedlern ein rechteckiges Grundstück für die Errichtung eines Wohnhauses mit Stall, Schuppen und Garten als Pachtland zur Verfügung gestellt. Da es im Banat wenig Holz, Kies und Steine gab, dafür aber Erde, Schilf und Rohr in großer Menge, mußte eine neue Bauweise auf Basis dieser Grundstoffe entwickelt werden. Der Fußboden der ersten Häuser  (Kolonistenhäuser) war meist 50 cm unter der Hoffläche. Die Wände wurden in Gemeinschaftsarbeit aus Erde gestampft. Als Decke dienten einige mit Brettern belegte Tragbalken. Oberhalb der Bretter folgte noch eine Erdschicht, um im Sommer die Wärme und im Winter die Kälte abzuhalten. Das Dach war aus Schilf und hatte einen seitlichen Überstand, um die Lehmwände vor Regen zu schützen. Zum Schluß wurden die Wände und der Giebel außen und innen mit Lehm verschmiert und weiß geweißelt. Die Häuser bestanden in der Regel aus einem Zimmer, einer Küche, einer Kammer und dem Stall. In der Küche stand ein Kochherd, ein Waschkessel und ein Backofen. Der Raum hatte einen offenen Rauchfang.

Ab etwa 1800, nach der ersten Generation, wurden die Häuser bereits größer und höher gebaut. Nun bestanden die Häuser aus einem Vorderzimmer ("Stubb"), einer Küche, einer Kammer, einer Speisekammer und den Ställen (da oft mehrere Generationen unter einem Dach lebten, wurde gelegentlich eine zweite Küche im Haupthaus eingerichtet). Seitlich führte ein überdachter Gang entlang des Hauses und durch das obere Türchen zur Gasse. Unterhalb des Ganges, entlang des Hauses lag der Blumengarten mit dem Brunnen. Der Hof war durch einen Palisadenzaun und ein Hoftor von der Gasse abgetrennt.

Im späten 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts änderte sich die Bauweise der Bauernhäuser erneut. Stück für Stück wurden die gestampften Mauern durch Mauern aus gebrannten Ziegeln ersetzt und die Dächer bekamen Dachziegel. Das Haus wurde unterkellert, der Gang wurde immer breiter und bekam ein schönes Pflaster sowie an der Hofseite verzierte Holzsäulen oder gemauerte Pfeiler. Der Gang war zur Hofseite offen oder mit einer "Bruschtmauer" abgeschlossen und von einem Weinreben- oder Rosenspalier beschattet. Im Sommer war er deshalb ein beliebter Aufenthaltsort. Im davor liegenden Blumengärtchen gab es eine Fülle von bunten Blumen und Sträuchern wie Jasmin, Flieder ("Nägelcherpaam") oder Schneeball ("Schneepallepaam"). Das Blumengärtchen war von einem Drahtzaun umgeben.
Zimmer und Kammer wurden nun auch durch den Einbau größerer Fenster wohnlicher und den offenen Kamin ersetzte man durch den Sparherd. Gang und Fußboden wurden 3-4 Stufen höher als die Hoffläche gelegt. Auf der Gasse entlang der Grundstücke gab es gepflasterte Gehsteige und parallel dazu standen zwei Baumreihen, meist Akazienbäume, die während der Blütezeit einen angenehmen Duft verbreiteten. Nach der letzten Baumreihe war ein Graben angelegt (oft nur auf einer Seite der Gasse). In der Mitte der Gasse gab es den Fahrweg.

Hambar
Hambar

Im Hinterhof wurde ein Schuppen mit darüberliegendem Hambar gebaut. Im Hambar wurde der Mais getrocknet. Seine Außenwände bestanden deshalb aus luftig nebeneinandergenagelten Latten.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Vorderhofs errichtete man die sogenannte Sommerküche, einen Schuppen für die landwirtschaftlichen Geräte mit angegliedertem Schweinestall. An den Hinterhof (den "Tenn") schloß sich, abgetrennt  durch einen Drahtzaun, der  eigentliche Garten an, in welchem hauptsächlich Gemüse angebaut wurde: "Krombeere" (=Kartoffeln), Zwiebeln, "Knowel"(= Knoblauch), Kraut, "Kehlkraut"(=Wirsing), Kohlrabi, Gelberüben, "Krienzeich" (=Petersiliewurzel und -blätter), "Paschkenaat" (= Pastinaken), "Zeller" (=Sellerie), Spinat, "Paradeis" (=Tomaten), "Omorke" (= Gurken), "Kapper" (=Dill), "Krien" (=Meerrettich), Bohnen, Erbsen...
Auch Obstbäume (Aprikosen-, Pfirsich-, Zwetschgen- Kirsch-, Apfel-, Birn-, und Quittenbäume) und Beerensträucher ("Holler", Himbeeren, "Akratzle" und "Riwissle") fehlten in keinem Garten. Im Vorder- und Hinterhof standen Nuß-, Linden- oder Maulbeerbäume, die im Sommer wohltuenden Schatten spendeten. 
Die Palisadenzäune zur Straße hin wurden durch hohe Steinmauern ersetzt. Das untere Türchen und das Hoftor waren in diese Mauer integriert. Nachfolgendes Bild (erstellt von Klaus Ebner) zeigt den grundsätzlichen Aufbau eines Bauernhauses.

 
 
Bauernhaus

Erklärungen zum Aufbau eines typ. Banater Bauernhauses:

1
2
3
4
5
-
6
7
8
9

"Stubb"
Küche
Kammer
Küche
Speisekammer
Bodenaufgang
Stall (Pferde, Kühe)
Hühnerstall
Gang
Blumengarten

10
11
12
13
14
15
16
17
18
19

Brunnen
Hambar
Strohschober
Heuschober
Veranda
Sommerküche
Speisekammer
Schuppen
Schweinestall
Ziegen-/Schafstall

 

 

 

 

 

 

 


Neben dem beschriebenen Häusertyp gab es noch das Halbquer- und das Querhaus. Nachstehendes Bild zeigt ein Bauernhaus mit dem typischen Gang und dem "owerschte Tiertche". Das Bild stammt aus einer Zeit als das Haus schon nicht mehr im Besitz von Deutschen war.

Bauer1
Querhaus
Eckhaus

Kneeser Bauernhaus 1977

Kneeser Querhaus

Kneeser Eckhaus 2004

Heute ist es schwer typische Schwabenhäuser zu fotografieren, da diese entweder stark verfallen sind oder von den neuen Besitzern so verändert wurden, daß sie jede Autenzität verloren haben. Selbst die so typischen deutschen Namen an den Giebeln wurden mittlerweile meist mit den Namen der neuen Besitzer versehen.

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Landwirtschaftliche Nutzfläche der Gemeinde

Die Gesamtfläche von Knees (mit Hodoni und Baratzhausen) umfasst 11.040 ha. Nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung der gesamten Fläche nach Nutzungsart (laut www.primariaonline.ro):

Art der Nutzung
Fläche / [ha]
Ackerboden
8968,53
Weiden
626,66
Wiesen zum Heuen
346,41
Obstgärten
6,94
Weingärten
2,38
Wälder und Gebüsch
13,28
Gewässer und Sumpfgebiet
522,8
Ödland (unfruchtbares Land)
90,88


Maße - Größe der Felder
1 Joch = 0,575 ha oder 5750 m² = 1 Tagwerk
1 Klafter = 72 Zoll = 1,9 m
1 Quadratklafter = 3,61 m²
1 Joch = ca. 1600 Quadratklafter
1 Session = 1 Joch

Die landwirtschaftlichen Nutzflächen der Großbauern hatten in Knees bis 100 Joch / 57,5 ha Feld. Die Größe der Felder der Durchschnittsbauern lag bei 30-40 Joch und die der Kleinbauern zwischen 5 und 10 Joch.

Die Hausplätze lagen zwischen einem halben und einem viertel Joch, also zwischen 2875 m² und 1438 m².

Heute kann man sich kaum noch vorstellen, wie schwer früher die Arbeit des Bauern jahrein, jahraus war. Der Arbeitstag begann frühmorgens in der Dämmerung und endete spät abends.
Die Feldarbeit war fast ausschließlich Handarbeit, angefangen vom Säen bis zur Ernte.
Unsere Ahnen bestellten zur Zeit der Ansiedlung ihre Felder mit einfachen Ackergeräten - dem von Pferden gezogenen Holzpflug und die Holzegge. Auch das Ausbringen der Saat war sehr mühselig. Das Saatgut hatte man in einer umgebundenen blauen Schürze und streute es mit Schwung übers Feld. Dabei mußte man aufpassen, daß man den Samen gleichmäßig verteilte. Ein geübter Sämann konnte in einer Stunde etwa ein Joch bewältigen.
Wenn das Getreide reif war, wurde es anfangs mit der Sichel (später mit der Sense) "abgemach" (= gemäht), in Garben gebunden und zum Hof gefahren ("Beifeere"). "Ofm Tenn" (auf der Tenne) schlug man die Ähren mit dem Dreschflegel aus, später traten die Pferde sie aus.
Ca. 1850 wurde der Holzpflug vom Eisenpflug mit Stahlwendbrett abgelöst und das Getreide wurde in Getreidewindmühlen gereinigt.
Erst mit dem Ausbringen des Saatgutes mit Hilfe von Sämaschinen,  mit dem Aufkommen der Hack- und Zweischarpflüge sowie der Mähmaschinen (etwa zwischen 1880 und 1890) trat eine Arbeitserleichterung für die Bauern ein. Gleichzeitig konnte auch eine größere Ernte erzielt werden.
Die Mähmaschine wurde von Pferden gezogen. Dabei mußte jemand ( meistens ein Knecht) die Pferde führen, die Magd oder ein Kind die Pferde antreiben und der Bauer kümmerte sich um die Mähmaschine.
Als um 1900 die Dampfdreschmaschine aufkam, konnte das Dreschen des Getreides auch viel schneller erledigt werden.
Hauptsächlich während der Erntezeit machten sich die Nachteile des üblichen Streubesitzes bemerkbar. Die Felder lagen oft 6 - 8 km vom Dorf entfernt und durch die weiten Wege ging viel Zeit verloren. Oft fuhren die Wagen mit den Erntehelfern schon morgens zwischen 3 und 4 Uhr durch die Straßen, damit sie noch vor Sonnenaufgang auf den Feldern waren.

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Die Landwirtschaft zwischen den beiden Weltkriegen

Genossenschaften

Die ersten Genossenschaften im Banat wurden von Deutschen bereits um 1900 gegründet. Nach dem 1. Weltkrieg entwickelte sich ein reges Wirtschaftsleben. Zwischen 1920 und 1930, als die veränderten Wirtschaftsverhältnisse im neuen Staat Großrumänien Umstellungen erforderten, waren es zumeist nur die Deutschen, die Bezugs- und Absatzgenossenschaften gründeten. Im Zuge des Ausbaus des Genossenschafts-wesens wurde 1931 in Temeswar die "Landwirtschaftliche Zentralgenossenschaft" und 1937 die Warenzentrale "Banater Agraria" gegründet. Die "Landwirtschaftliche Zentralgenossenschaft" übernahm dabei die Verwertung von Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Schlachtgeflügel, Federn, Öl- und Faserpflanzen, Heilkräutern, Hülsenfrüchten, Futtermitteln, Dünger und Schädlingsbekämpfungsmitteln. Die "Banater-Agraria" war zuständig für die Verwertung von Vieh, Getreide, Mehl, Saatgut, Kartoffeln, Obst, Gemüse und Wein sowie für die Beschaffung von Saatgut, Maschinen, Geräten, Holz usw. Ergänzt wurden diese Genossenschaften 1942 noch durch die "Raiffeisen-Zentralkasse" in Temeswar. Ferner wurden Kurse, Lehrgänge und Versammlungen organisiert. Ideale Voraussetzungen für die Landwirte also. Die großen Exportleistungen vor Kriegsbeginn beruhten deshalb zum Großteil auf der Leistung der deutschen Landwirtschaften. 
Hinzu kam noch der Umstand, dass man im deutschen Dorf durch mehr Handwerksbetriebe mit gut ausgebildetem Personal viel besser für die immer stärker werdende Mechanisierung gerüstet war.  Fachliteratur war ebenfalls meist in deutsch geschrieben und damit für die Deutschen leichter lesbar.

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Anbau - Tierhaltung

Die Mehrheit der Kneeser Bevölkerung waren Bauern, die hauptsächlich Getreidebau betrieben. Dank des fruchtbaren, ertragreichen Bodens und des guten Klimas wuchsen sämtliche Getreidearten.
Für gewöhnlich wurde die eine Hälfte der Felder mit Halmfrüchten (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer) bebaut, die andere Hälfte mit Hack- und Futterpflanzen. Die Fläche mit Halmfrüchten nannte man Winterflur, jene mit Hack-und Futterpflanzen Sommerflur. Um auch über mehrere Jahre gute Erträge zu erreichen, wurde stets auf Wechselanbau geachtet. Gedüngt wurden die Felder mit Stallmist, da der Kunstdünger viel zu teuer war. Hauptsächlich wurde "Frucht" (=Weizen ( Sommer- und Winterweizen)) angebaut. Daneben gab es Mais, Gerste und Hafer, welche meist als Viehfutter verwendet wurden. "Korn" ( = Roggen) gab es nur in kleineren Mengen. (Aus dem langen Roggenstroh stellte man z.B. Seile zum Garbenbinden her.) Zum Fruchtspektrum der Kneeser Bauern gehörten auch Kartoffeln, Melonen (Zucker- und Wassermilone) sowie Kürbisse ( Koch- on Brotkerwusse). Des Weiteren wurden auch noch Hanf und Tabak (Tabaksbauern) angepflanzt. Das Bild unten zeigt einen Leiterwagen aus dieser Zeit mit allerlei landwirtschaftlichen Geräten. Fotografiert im "Adam Müller Guttenbrunn-Haus" in Temeswar.

Wagen

Zur Arbeit eingesetzt wurden die neuesten landwirtschaftlichen Maschinen, wie Traktoren und Dreschmaschinen aus Deutschland, aber auch und vor allem Pferde.

Dreschen Göbbel Mühle
Dampfdreschen 1937
Paprikabauern am Göppel
Die Mühle

An Vieh wurden Pferde, Kühe, Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen sowie Hühner, Gänse und Enten gehalten. Besonders die Scheinemast erfuhr einen enormen Auftrieb, da die im Banat gemästeten Schweine reißenden Absatz fanden.

Haustiere
Ziegen

Gaense

Das Leben im hinteren Hof Ziegen vor dem Stall im hinteren Hof
Gänse im hinteren Hof

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"Huttwed  on Baara"

Hutweide
Gang über die Hutweide
Die Hutweide gehörte der ganzen Dorfgemeinschaft und jeder konnte sein Vieh auf der "Huttwed" weiden lassen. "De Kuhhalder" (Kuhhirte) trieb morgens schon in aller früh die Rinder und Kühe zusammen und brachte sie auf die Weide, wo er sie hütete und dafür zu sorgen hatte, daß sie auch zum "Schwengelbronne" zur Tränke gingen. Abends führte er sie wieder ins Dorf zurück.
Auch die Gänse und Enten tummelten sich auf der Hutweide und im angrenzenden "Baara" ( Ausläufer des Jer), wo sie im morastigen Wasser schnatterten und genügend Nahrung fanden. Sobald es aber Abend wurde, fanden sie im Gänsemarsch den Weg allein nach Hause. Die Gänse hielt man nicht nur ihres Fleisches wegen. Ihre Federn und Daunen waren sehr begehrt, denn damit  stellte man die guten, warmen "Tuchete" her und auch Kopfkissen wurden damit gefüllt. Im Frühjahr wurden die Schafe vom "Schoofhalder" (Schafhirte) abgeholt. Er zog mit ihnen auf den Weiden umher und sobald die ersten Felder abgeerntet waren, von Feld zu Feld (somit wurden die Felder auch gleich gedüngt).
Schafe
Im Herbst brachte der Hirte die Schafe wieder zu ihren Eigentümern in den Stall, wo sie den Winter über blieben. Der Schafhirte bekam vom Besitzer der Schafe einen bestimmten Geldbetrag und die ganze Milch, die die Schafe lieferten, aus der er den "Brinza" herstellte und auch verkaufte. Der  jeweilige Besitzer bekam für jedes Mutterschaf jährlich eine bestimmte Menge "Brinza" und die gesamte Wolle der Schafe. Die Wolle wurde in jedem Haushalt zum Eigenbedarf verwertet.

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Hanfanbau

Hanf
Haspel und Hanfbrech

Hanf benötigt  zum guten Gedeihen einen nährstoffreichen Boden. Der behaarte Stengel kann 2 - 3 m hoch werden. Die Blätter sind ebenfalls behaart, langstielig und tiefgefingert.
Hanf wurde in Knees zum Eigenbedarf angebaut und auch selbst verarbeitet. Dabei erfolgte alles von Hand und das war sehr aufwendig und mühsam. Man säte ihn Ende April 3 - 4 cm tief und sehr dicht aus, damit kein Unkraut dazwischen wachsen konnte. Die Ernte begann Ende August, wenn der Hanf seinen Blütenstaub verstreute und die Fasern noch nicht so hart waren. Nach der Ernte ließ man die Hanfstengel so lange trocknen, bis sie ihre grüne Farbe verloren hatten. Man band sie zu Garben und ließ diese im Wasser etwa 8 - 1o Tage "retze" (rösten). Dazu eignete sich in Knees das Wasser des Jer, von den Einheimischen "Hanfwasser" genannt, unten am "Baara" in unmittelbarer Nähe der Hutweide. Durch das Rösten sollten die Hanfstengel aufweichen, damit sich die Schichten des Stengels (der holzige und der faserige Teil) voneinander lösen konnten. Nach der Röste mußte der Hanf "rausgewäsch gen", was meist von jungen Frauen getan wurde, die dabei stundenlang bis zum Bauch im  kalten Wasser stehen mußten.

Handtuch

Besticktes Handtuch

Nachdem der Hanf getrocknet war, fuhr man ihn zum Hof, um ihn weiterzuverarbeiten. Als Erstes brach man die Stengel mit der hölzernen "Hanfbrech", so daß die holzigen Teile herausfielen und die Hanffasern übrigblieben. Diese wurden dann mit der Hechel (ein Holzbrett mit dicht aneinenderliegenden, aufrechtstehenden spitzen Nägeln) gehechelt. Dabei zog man die Hanffasern durch die Hechel, trennte  somit die Faserbündel  voneinander und kämmte die kürzeren  Hanffasern, das Werg, heraus. Die langen Hanffasern waren die Wertvolleren. Der gehechelte Hanf wurde in den Wintermonaten von den Frauen zu Garn gesponnen, welches der Weber zu Tuch webte. Dabei entstand je nach Garnart, gröberes oder feineres Material. Vom gröberen Material wurden die in der Landwirtschaft benötigten Getreidesäcke, Futtersäcke, "Zeltertücher" usw. hergestellt. Das feinere Material wurde an der Sonne gebleicht und aus dem entstandenen Leinen nähte man Hand-, Geschirr-, Lein-, Tischtücher, Strohsäcke u.a.  Aus den Hanffasern machte man auch Stricke, Seile, Tabakschnüre, Halfter etc.

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Maisanbau

Mais ist eine anspruchslose Pflanze und verbreitete sich sehr rasch im Banat. Ende April säte man den Mais in Reihen von etwa 60 cm Abstand und innerhalb der Reihe im Abstand von 40 cm aus. Der Mais mußte, damit das Unkraut ihn nicht überwucherte, bald nach dem Aufgehen gehackt werden. Zum Maishacken wurde die ganze Familie und insbesondere Frauen und Kinder eingespannt. Dabei entfernte man auch gleich, wo mehrere Sprößlinge waren, die schwächeren Triebe. Wenn es notwendig war, hackte man den Mais noch ein zweites Mal. Um einen besseren Halt zu haben, wurden die jungen Pflanzen angehäufelt. Die letzte Ernte im Jahr war das "Kukrutzbreche", das nach zwei Methoden ausgeführt werden konnte. Man brach den Kolben entweder samt Lischen (= Deckblätter, Hüllblätter) oder ohne sie vom Stengel. Wenn er ohne Deckblätter gebrochen wurde, schlitzte man diese mit einem Holz, das nach vorne hin spitz zulief, auf und brach den Kolben ab. Der Mais wurde auf den Wagen geladen und man brachte ihn auf den Hof, wo er im "Hambar" trocknen konnte. Wenn man den Mais nach erster Variante erntete, wurden die Kolben mit den Hüllblättern in den Hof gefahren, dort schüttete man sie auf einen Haufen in der Scheune aus und abends lischte man den Mais, unter Mithilfe der ganzen Familie, Verwandten und Nachbarn. Wenn man einen roten Maiskolben fand, durfte man auf die Bruckenauer Kirchweih fahren (so sagte man bei und zu Hause).

Maismaschine
Riwelmaschin

Nachdem der Mais getrocknet war, konnte man ihn "riwwle" (= entkörnen). Die einfachste Art war, zwei Kolben aneinanderzureiben, wobei sich die Maiskörner vom Kolben lösten. Man konnte aber auch mit einem spitzen Eisengerät einige Reihen Maiskörner wegschieben und dann die Körner leicht lösen oder man verwendete einen Hocker, an welchem sich vorne eine Klinge befand, um die Maiskörner vom Kolben zu streifen. Am praktischsten  und nicht so zeitraubend war "die Riwelmaschin", eine mechanische Maschine mit Handkurbel (siehe nebenstehendes Bild aus dem "Adam Müller Guttenbrunn-Haus".

Die Maiskörner kamen ausschließlich als Futtermittel zum Einsatz. Ganze Körner als Geflügelfutter und zu Schrot gemahlene in der Schweinemast. Die Maisstengel wurden mit der Sichel abgeschnitten, zu "Laabberte" (= Garben) gebunden, aufgestellt und getrocknet. Danach fuhr man sie mit dem Wagen in den Hof und schichtete sie zu einem Schober "Laabschuwwer" auf. Im Winter bekamen "die Rindviecher" und die "Schääf" diese Maislaubstengel zum abfressen. Die Stengel von denen das Laub abgefressen war, verheizte man im großen Lehmofen und auch die Kolben dienten als Brennmaterial im Sparherd. Die Lischen verwendete man zum befüllen des "Strohsackes", der als Unterlage im Bett verwendet wurde ( Vorläufer der Matratze).
Silo kannte man zu dieser Zeit noch nicht. Junge Maispflanzen konnte man auch als Viehfutter  verwenden und man nannte es "Schalamaadi".
Außer dem Futtermais gab es noch den "Patschkukrutz" und den  süßen "Kochkukrutz", den man meist im Hausgarten anpflanzte und der von Jung und Alt gerne gegessen wurde.

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Weingärten - Weinherstellung

Neben dem Feld und dem Hausgarten gab es auch noch die Weingärten, die südöstlich des Dorfes, in Richtung Hodoni lagen. Hier erntete man die Trauben, aus denen man sich seinen Hauswein herstellte. Der Boden in den Weingärten eignete sich auch hervorragend zum Anbau der sehr schmackhaften Zucker - und Wassermelonen. Nicht selten erreichten letztere ein Gewicht von 8 bis 10 kg. Außerdem "fechste" man in den Weingärten auch Gemüse und Obst. Jedes Jahr im Herbst, wenn sich das Laub der Reben goldgelb zu färben begann, war die Zeit der Traubenlese.
Sofort nach der Ernte wurden die Trauben gemahlen, wobei ein Fruchtbrei, "de Maasch" ( die Maische ) entstand (eine Traubenmühle auf einem Holzbottich sieht man auf nachstehendem Bild). Danach preßte man die Maische mit der Traubenpresse und der so gewonnene Saft war der Most, den man durch Absetzen klärte. Anschließend wurde der geklärte Most in saubere, ausgeschwefelte Holzfässer abgefüllt und allmählich setzte die Gärung ein. Die  hefetrübe, gärende Masse nannte man "Rambasch" und dieses  prickelnde Getränk war ein Genuß. Nachdem die Gärung beendet war, folgte der Abstrich - d.h. der Hefetrub, der sich am Faßboden abgesetzt hatte, wurde vom Wein getrennt. Nun konnte der Wein im kühlen Keller reifen. Man erzeugte hauptsächlich Weißwein aber auch Schillerwein, den man durch Keltern von weißen und roten Trauben erhielt.

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Schnapsbrennerei

Auch Schnaps "Raki" wurde aus dem Obst im Garten gebrannt. Besonders begehrt war der "Prunjerraki". Nebenstehende Brennerei für den Hausgebrauch steht im Museum im "Adam-Müller-Guttenbrunn-Haus" in Temeswar. Zusammengetragen wurden die Ausstellungsgegenstände von Josef Thierjung aus Knees.
Brennerei

Spinnen

Webstuhl

Spinnrad

Die Schafe wurden  1 mal jährlich, meist im Juni, geschoren und lieferten pro Tier ca. 1-2 kg Wolle. Aus der geschorenen Schafwolle entfernte man zunächst die gröbsten Verunreinigungen - Kletten, Mist- und Futterreste. Danach wusch man die Wolle, um sie von Fett und Verschmutzung zu reinigen und anschließend trocknete man sie. Bevor die Wolle weiterverarbeitet werden konnte, mußte sie in die "Schlumbmaschin", in der sie "gschlumbt" (aufgelockert) wurde.
Die so vorbereitete Wolle spann man dann zu Garn. Anfangs verwendete man dazu die Handspindel, später das Spinnrad mit fußbetriebenem Kurbelantrieb, welches eine große Arbeitserleichterung war, da drei Arbeitsvorgänge (Fußantrieb der Kurbel, Ausziehen des Fadens, Aufwickeln des Garns auf die Spule) gleichzeitig durchgeführt werden konnten. Beim Spinnen stellte man durch Zusammendrehen der Wollfasern einen gleichmäßigen Faden her und wenn die Spule voll war,  wurde das Garn auf der "Haschpel"  zu einem Strang "ghaschpelt". Der Wollstrang kam auf die "Gaarekroon" und dann hat man den Wollfaden "geklingelt" (d.h. zu einem Wollknäuel gewickelt). Aus diesem Wollgarn strickte man von Hand, Kleidungsstücke wie: Socken, Handschuhe, Jacken, Westen, Schals, Mützen, Umhängtücher... Aus der geschlumbten Wolle stellte man auch Zudecken und Matratzen her.

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Seifenherstellung
Seife

Fast in jedem Haushalt wurde die "Hausseef" hergestellt. Schwarten und Abfälle vom geräucherten Schinken und Speck sowie andere Fettabfälle sammelte man und sobald eine größere Menge zusammen gekommen war,  ging es ans Seifekochen. In einem großen Kessel im Kesselhaus brachte man die Fettabfälle mit etwas Brunnenwasser langsam zum Schmelzen, gab dann Soda dazu und unter ständigem Rühren mit einem Holzstab brachte man die schmierige, gelbliche Masse langsam zum Kochen. Gegen Ende der Verseifung hörte das Schäumen auf und man konnte mit dem Holzstab feine Fäden ziehen. Wenn Fett und Soda richtig aufeinander abgestimmt waren, erstarrte die Seifenprobe. Nach einer bestimmten Kochzeit trennte sich die Seife von der bräunlichen Flüßigkeit, "der Lau"; die Seife schwamm oben und "die Lau" war unten im Kessel. Nun schöpfte man die Seife langsam ab und füllte sie in mit "Haustuch" (= Leinen) ausgelegte ca. 8 - 10 cm hohe Holzkistchen. Man ließ die Seife mindestens einen Tag lang erstarren und schnitt sie dann mit einem "Spogoot" (= ein etwas stärkerer Bindfaden) oder einem dünnen Draht in passende Stücke. Anschließend legte man sie zum Trocknen aus. Die auf diese Weise hergestellte Seife verwendete man im Haushalt aber auch zum Wäschewaschen, denn damals gab es noch kein Waschpulver. Meine Oma erzählte, daß man "ganz friejer" folgendermaßen Seife herstellte: man kochte im Kessel Wasser, Löschkalk und Asche eine bestimmte Zeit lang, ließ das Ganze absetzen, goß die obere Schicht ab, mengte sie dem Abfallfett bei und kochte dann die Seife wie oben beschrieben.

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Die Landwirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg

Eine private "Landwirtschaft" war nach dem 2. Weltkrieg nur in bescheidenem Umfang möglich, da die Felder alle enteignet waren. Die Meisten betrieben deshalb notgedrungen Gemüsebau im hauseigenen Garten. In Knees wurden vor allem Paprika und Tomaten angebaut, die sich gewinnbringend auf dem Markt in Temeswar verkaufen ließen ("fratscheln").

  Paprika
Tomaten
 

Ab Mitte der 60. Jahre konnten die Produkte aus den Hausgärten auch beim "Fruchtexport" in Knees abgeliefert werden, welcher sie vor allem in den Westen exportierte. Gefragt waren auch die saftigen, schmackhaften Kneeser "Wassermilone".
Auch Schweine, Kühe, Ziegen und allerlei Geflügel (Hühner, Enten, Gänse, "Puikle"= Puten) konnten gehalten werden. Wohl dem Städter, der Eltern oder Großeltern auf dem Land hatte, als sich das kommunistische System immer mehr auf die Wirtschaft auswirkte, die Substanz weitgehend verbraucht war und selbst in einem Agrarland wie Rumänien die wichtigsten Lebensmittel wie Milch und Butter nicht oder nur schwer zu bekommen waren.

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Kollektivwirtschaft

Mit der Enteignung wurden alle landwirtschaftlichen Grundstücke in der Kollektivwirtschaft zusammengefaßt und von Dorfbewohnern gemeinsam bewirtschaftet. Alle Produktionsmittel waren Gemeineigentum. Man baute weiterhin Getreide an und vermehrt auch neuere Kulturen wie Zuckerrüben und Sonnenblumen. In den Stallungen der Kollektivwirtschaft draußen vor dem Dorf wurden Kühe gehalten und Schweine gemästet.

Kollektiv
Maehdrescher
Gebäude der "Kollektiv"
 
Ernteeinsatz in der "Kollektiv"

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Handwerk und Gewerbe

Wegen fehlender Verkehrswege und schneller Verkehrsmittel war die Wirtschaft zuerst im Wesentlichen auf Selbstversorgung ausgerichtet.
Bis zum 1. Weltkrieg wurde der innerörtliche Handel auf dem Lande häufig als Tauschhandel abgewickelt. Die Bauern bezahlten ihre erstandenen Waren meist mit Naturalien wie Mehl, Speck, Eier, Schmalz usw. Das Gewerbe orientierte sich am Bedarf der Landwirtschaft. Ohne Handwerker, Geschäftsleute und Gastwirte konnte keine Dorfgemeinschaft existieren. Grundsätzlich wurden alle benötigten Gerätschaften und Werkzeuge etc. im Ort produziert und repariert. Nur Großgeräte wie Traktoren, Mäh-, Dresch- und Nähmaschinen kamen von außerhalb.

In Knees gab es mehrere Geschäfte, Wirtshäuser, "Fleischbänke" (Metzgereien), 2 Milchgenossenschaften, 1 Mühle, 1 Bäckerei, 1 Zuckerbäckerei, 1 Schnapsbrennerei, 1 Sodawasserherstellung und 1 Poststelle. Außerdem waren alle notwendigen Handwerker ansässig: vom Schmied, Wagner, Drechsler, Tischler, Zimmermann, Spengler, Schuster, Schneider, "Balweere" (Rasierer), Maurer, Maler bis zur Hebamme usw.

Der Dorfschmied führte grundsätzlich alle anfallenden Metallarbeiten aus. Er stellte Hufeisen her, beschlug die Pferde, zog die Eisenreifen auf die Wagenräder und reparierte sie. In seiner Werkstatt wurden Geräte für Handwerker (Hammer, Zangen, Sägen, Beile, Äxte) produziert und genauso auch Gerätschaften für die Landwirtschaft (Pflug, Sichel, Sense, verschiedene Gabeln, Hacken Spaten, Schaufeln, Eisenrechen) sowie Gegenstände für den täglichen Gebrauch (Dreifuß, Schürhaken, Ofengabel, Ascheschaufel). Außerdem fertigte er Möbelbeschläge an. Er war zugleich Schlosser und Mechaniker.

Der Wagner stellte all die hölzernen Wagen her, die man brauchte: einfache Wagen für die Feldarbeit, große Leiterwagen für die Getreideernte, die "Kuless", Pferde- und Kinderschlitten. Die Arbeit bestand darin, die Räder, die aus Naben, Speichen und Felgen zusammengesetzt wurden, sowie die Gestelle und Wagenkasten aus gut getrocknetem Holz anzufertigen. Auch Holzstiele für Schaufeln, Spaten, Gabeln und für die verschiedensten Hämmer bekam man bei Wagner

Der Drechsler drechselte mit Hilfe von Drehmeißeln, Dreheisen und Bohrwerkzeugen auf der Drehbank Utensilien aus Holz: Becher, Teller, Kochlöffel, Stühle, Schemel, Kerzenleuchter, Spinnräder, Faßhähne, Gerätestiele und Schaufelstiele.

Der Tischler stellte ohne Maschinen wahre Meisterwerke her. Das Holz, welches verarbeitet wurde, lagerte vorher bis zu 10 Jahre. Aus der Tischlerwerkstatt kamen: Truhen, Schränke und zu den früher gebräuchlichen Bänken auch Stühle hinzu. Ebenso wurden vom Tischler Tische, Betten, Wiegen und Särge angefertigt.

Der Zimmermann errichtete den hölzernen Rahmen, das Ständerwerk und den Dachstuhl beim Hausbau. Auch Glockenstühle und andere Holzkonstruktionen entstanden unter seinen Händen.

Der Spengler verarbeitete Feinbleche aus Eisen, Zink, Kupfer und Aluminium. Er stellte Spangen sowie Beschläge her und reparierte Pfannen und Töpfe.

Der Schuster war aus der Dorfgemeinschaft ebenfalls nicht wegzudenken. Vom Besohlen der "Patsche", dem Herstellen der "Schleicherte" und Sandalen bis hin zur Anfertigung von Maßschuhen, versorgte er die Dorfbewohner mit jeglichem Schuhwerk. Die angefertigten Schuhe hielten viele Jahre lang und wurden oft von den älteren Familienmitgliedern an die jüngeren weitergegeben.
Pfriem und Ahle waren des Schusters wichtigstes Werkzeug. Das Nähen der Schuhe von Hand war äußerst schwierig und erforderte viel Zeit. Die Nähmaschine mit Fußantrieb tauchte in der Schusterwerkstatt erst kurz vor 1900 auf und die Schleifmaschine erst nach 1900.

Als die Ansprüche an die Kleidung auch auf dem Land wuchsen, setzte sich der Beruf des Schneiders durch.   "Es Sonndachsgwand" und die Hochzeitsanzüge bzw. Brautkleider, die einen professionellen Zuschnitt erforderten, wurden vom ihm maßgeschneidert. Alltagskleidung aus Leinen oder Wolle wurde nach wie vor innerhalb der Familie von den Frauen hergestellt.

"De Balweere" ging zweimal die Woche zum Rasieren seiner Kunden in deren Haus und war auch für Aderlaß und Wundbehandlung zuständig.

Die Stricke, Seile und Schnüre, die bei der Feld- und Stallarbeit auf jedem Bauernhof unerläßlich waren, stellte der Seiler in allen gewünschten Längen und Stärken her. Auch die langen Seile für die Kirchenglocken kamen aus seiner Werkstatt und ebenso belieferte er den Sattler mit Zugsträngen.

Der Sattler fertigte Pferdegeschirre an (Werktagsgeschirre und "es Paradigscherr") und reparierte sie bei Bedarf. In seiner Werkstatt entstanden oft richtige Schmuckstücke. Sättel und lederbezogene Sitze für Wägen und Schlitten bekam man ebenfalls beim Sattler.

Korbflechter fertigten die in der Landwirtschaft benötigten Weidenkörbe aus Weidenruten an, die es in großer Menge um das Dorf herum gab.
Nach Angaben auf der Homepage von Satchinez werden in Knees auch heute noch oder wieder Körbe, wie z.B. Einkaufskörbe geflochten und exportiert.
Durch die rasche Entwicklung der Landwirtschaft zwischen den beiden Weltkriegen, kam das Gewerbe und das Handwerk in Schwung.

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   Ölförderung

Ölfelder
Oelpumpe
Im Westen des Banats vermuteten die Deutschen bereits während des 2. Weltkrieges Erdölvorkommen und begannen 1944 mit Probebohrungen. Die Suche wurde nach Kriegsende unterbrochen. Erst zwischen 1963 - 1965 wurde die Suche fortgesetzt und man stieß auf Erdölfelder bei Knees, Alexanderhausen, Ketfel usw.. Bald ragten die ersten Bohrtürme zwischen den Getreidefeldern zum Himmel und veränderten das bis dahin gewohnte Bild der Banater Heide.
Die Ölfelder liegen im Südosten, Süden und Südwesten von Knees. Ab 1967 förderte man hier Rohöl und gewann auch Gas. Die Förderung von Gas wurde immer weiter ausgebaut und 1999 konnte man die ersten umliegenden Ortschaften mit Gas versorgen. Die Firmen SC Petrom (rumänisch) und OMV (österreichisch) betreiben zusammen auch heute noch erfolgreich die Förderung von Rohöl.

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Stand 13.09.2008